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Bollwerk der Kunst – Das Museum Es Baluard feiert sein 10jähriges Jubiläum.

Veröffentlicht am 01.02.2014 von

Zehn Jahre gibt es das Museum für moderne und zeitgenössische Kunst in Palma de Mallorca – das Es Baluard – nun schon. Zehn Jahre, in denen die Insel ihr Profil als Kultur-Destination noch weiter schärfen konnte. Das Es Baluard ist ein wichtiger Teil des kulturellen Lebens in Palma, ein großes Museum für die Moderne, ein „Bollwerk“ der Kunst. Das „Bollwerk“ trägt es schon im Namen: In der katalanischen Sprache bedeutet „baluard“ Bollwerk. Das dreigeschossige Gebäude mit seiner großen Ausstellungsfläche liegt in einer Eckbastion der Renaissance-Stadtmauer am Passeig Marítim – mit herrlichem Blick auf Hafen und Kathedrale.

Gesammelt und präsentiert wird im 2004 eröffneten Museum die Kunst seit dem Ende des 19. Jahrhunderts. Zu sehen sind etwa Werke der Klassischen Moderne von Cézanne, Gauguin, Picasso, Miró oder Magritte, dazu Künstler der Balearen wie Santiago Rusiñol oder Hermén Anglada Camarasa – bis hin zur zeitgenössischen Kunst von Anselm Kiefer. Direktorin Nekane Aramburu hat hier vor wenigen Tagen die neue Jubiläumsausstellung „Implosió“ eröffnet, die Großmeister der Moderne zusammenbringt. Die Ausstellung ist ein Gang durch die Geschichte der modernen Kunst. Mit regionalen Besonderheiten.

 

© chronos7 – Fotolia.com

 

Gerade die balearische Kunst wird hier vorgestellt – etwa im Werk der Videokünstlerin Núria Marqués oder mit der furchterregenden Installation von Bernardí Roig, die einen großen Rindskadaver aus Kunstharz zeigt. Mit Neonröhren, die aus seinem Bauch hängen. Aber es gibt auch feinsinnige, sensible Kunst zu bestaunen, wie etwa die Architekturzeichnungen von Antoni Gelabert oder die Alltagsszenerien von Pilar Montaner de Sureda.

Mirós Serie über Mallorca ist Teil der Ausstellung, Keramik von Picasso, die kubistische Kunst von Fernand Léger oder Installationen von Wolf Vostell. Die Direktorin hat in Interviews betont, dass es ihr großer Wunsch ist, die Sammlung des Museums weiter auszubauen – doch schon der Grundstock, der hier gezeigt wird, ist von internationalem Format. Aber das Faszinierende ist: Ein Gang durch Museum und Ausstellung verdeutlicht sehr genau, welchen Weg gerade die Künstler der Insel gegangen sind. Es ist ein konzentrierter Blick auf die großen, internationalen Zusammenhänge der Kunstgeschichte, aber auch auf die Geschichte der Insel selbst. Die Schau wird bis zum 11. Januar 2015 gezeigt.

 

 

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