Was genau ist eine Cabrio-Tour auf Mallorca?
Eine Cabrio-Tour auf Mallorca bezeichnet eine geplante Rundfahrt über die Panoramastraßen der Insel in einem offenen Fahrzeug. Der Begriff klingt zunächst nach reinem Luxus, doch in Wirklichkeit ist es eine der zugänglichsten Arten, Mallorca kennenzulernen. Stellen Sie sich das Ganze vor wie eine Wanderung – nur eben auf Rädern, mit mehr Reichweite und dem Fahrtwind als ständigem Begleiter.
Die Panoramastraßen, auf Spanisch oft als carreteras panorámicas bezeichnet, sind Straßen, die bewusst durch landschaftlich reizvolle Gebiete führen. Auf Mallorca wurden viele dieser Routen bereits im 19. und frühen 20. Jahrhundert angelegt, um die abgelegenen Bergdörfer der Serra de Tramuntana zu erschließen. Heute gelten sie als Kulturgut und Genussrouten zugleich.
Vier wesentliche Merkmale machen eine Cabrio-Tour auf Mallorca einzigartig. Erstens: die Vielfalt der Landschaft, die auf engstem Raum von alpinen Gebirgsszenen zu mediterranen Küstenbildern wechselt. Zweitens: die hervorragend ausgebauten und gepflegten Straßen, die auch für weniger erfahrene Fahrer gut befahrbar sind. Drittens: das milde Klima, das offenes Fahren über viele Monate im Jahr ermöglicht. Und viertens: die kurzen Distanzen, durch die Sie an einem einzigen Tag mehrere Höhepunkte erleben können, ohne Hunderte von Kilometern abspulen zu müssen.
Die schönsten Panoramastraßen im Überblick
Mallorca bietet ein ganzes Netz an landschaftlich herausragenden Strecken. Nicht jede davon eignet sich gleichermaßen für ein Cabrio-Erlebnis. Die folgenden Routen haben sich als die eindrucksvollsten etabliert – jede mit einem ganz eigenen Charakter.
Ma-10: Die Königin der Bergstraßen
Die Ma-10 ist die bekannteste Panoramastraße Mallorcas und verbindet Andratx im Südwesten mit dem Kap Formentor im Nordosten. Sie durchquert dabei die gesamte Serra de Tramuntana, das UNESCO-Welterbe-Gebirge der Insel. Die Strecke erstreckt sich über rund 140 Kilometer und passiert Orte wie Valldemossa, Deià, Sóller und das Kloster Lluc.
Für eine Cabrio-Tour empfiehlt sich, die Ma-10 in einzelne Etappen aufzuteilen. Die gesamte Strecke an einem Tag zu fahren, wäre zwar möglich, würde aber kaum Raum für Pausen und Genuss lassen. Besonders eindrucksvoll ist der Abschnitt zwischen Valldemossa und Sóller, wo die Straße durch Serpentinen hoch über der Küste verläuft. An mehreren Aussichtspunkten, den sogenannten miradores, können Sie anhalten und den Blick über die steilen Klippen bis hinunter zum tiefblauen Meer schweifen lassen.
Der Mirador de ses Barques oberhalb des Hafens von Sóller gehört zu den beliebtesten Fotopunkten. Von hier aus sehen Sie das gesamte Tal von Sóller mit seinen Orangenhainen, eingerahmt von den höchsten Bergen der Insel. Für viele Fahrer ist dieser Moment der emotionale Höhepunkt der gesamten Tour.
Die Straße zum Cap de Formentor
Am nördlichsten Zipfel Mallorcas führt eine schmale, kurvenreiche Straße zum Leuchtturm des Cap de Formentor. Diese Route ist kürzer als die Ma-10 – etwa 20 Kilometer einfache Strecke ab Port de Pollença –, dafür aber umso dramatischer. Die Straße windet sich entlang schwindelerregender Klippen, passiert den berühmten Aussichtspunkt Mirador del Mal Pas und schraubt sich durch enge Felstunnel.
Im offenen Cabrio spüren Sie hier den Seewind besonders intensiv. Die Vegetation wechselt von Kiefernwäldern zu karger Felslandschaft. Am Ende der Straße erwartet Sie der Leuchtturm von Formentor, einer von Mallorcas beeindruckendsten Leuchttürmen, mit einem Panoramablick, der bei klarer Sicht bis nach Menorca reicht. Beachten Sie jedoch, dass die Zufahrt in den Sommermonaten Juli und August für Privatfahrzeuge eingeschränkt sein kann. Im Frühling, etwa im Rahmen von Lifestyle & Freizeit im April, haben Sie diese Strecke oft fast für sich allein.
Die Küstenstraße von Andratx nach Estellencs
Weniger bekannt, aber nicht weniger spektakulär ist die Strecke von Andratx über Banyalbufar nach Estellencs. Diese Küstenstraße bietet auf rund 25 Kilometern eine einzigartige Kombination aus terrassierten Weinbergen, Natursteindörfern und dramatischen Meerblicken. Die berühmten Trockensteinmauern, die hier die Hänge terrassieren, gehören zum UNESCO-Welterbe.
Banyalbufar selbst ist ein winziges Dorf, das sich an den Berghang klammert. Die wenigen Restaurants bieten Terrassen mit freiem Blick über das Mittelmeer. Hier eine Pause einzulegen, gehört fast schon zum Pflichtprogramm. Estellencs wiederum bezaubert durch seine ursprüngliche Ruhe. In beiden Orten finden Sie kaum Massentourismus – dafür aber authentisches Inselgefühl.
Die Strecke Artà – Ermita de Betlem
Im Nordosten Mallorcas liegt eine weniger bekannte Panoramastrecke, die von Artà zur Einsiedelei Ermita de Betlem führt. Die Straße steigt durch Steineichenwälder an und bietet am Ende einen weitläufigen Blick über die Bucht von Alcúdia. Die Route ist kurz – nur etwa zehn Kilometer –, eignet sich aber perfekt als Ergänzung zu einem Tagesausflug in den Osten der Insel.
Artà selbst lohnt den Besuch mit seiner imposanten Festungskirche und den verwinkelten Gassen. Diese Kombination aus Kultur und Panoramafahrt macht die Strecke besonders für Einsteiger attraktiv, die nicht gleich mit den anspruchsvollsten Serpentinen beginnen möchten.
Die Inland-Route über Cura und Randa
Nicht alle Panoramastraßen auf Mallorca führen an der Küste entlang. Der Puig de Randa erhebt sich als Tafelberg aus der flachen Ebene des Inselinneren. Die schmale Straße hinauf zum Kloster Santuari de Cura bietet ein völlig anderes Panorama: weite Felder, Windmühlen und in der Ferne das Glitzern des Meeres an beiden Küsten gleichzeitig.
Die Auffahrt ist kurz und technisch einfach, weshalb sie sich als idealer Einstieg für Cabrio-Neulinge auf Mallorca eignet. Oben angekommen, erwartet Sie ein Kloster mit Restaurant und einer der umfassendsten Rundumblicke der gesamten Insel. An klaren Tagen sehen Sie von hier die Serra de Tramuntana im Westen, die Serres de Llevant im Osten und die Südküste gleichzeitig.
Die beste Jahreszeit für offene Panoramafahrten
Mallorcas Klima erlaubt Cabrio-Fahrten prinzipiell von März bis November. Die ideale Zeit hängt davon ab, was Sie erwarten. Jede Saison bringt ihre eigenen Reize und Einschränkungen mit sich.
| Monat | Temperatur | Besonderheit | Eignung |
| März – April | 16–22 °C | Wildblumen, wenig Verkehr | Hervorragend |
| Mai – Juni | 22–28 °C | Perfektes Wetter, moderate Frequenz | Ideal |
| Juli – August | 28–35 °C | Sehr heiß, Formentor gesperrt | Eingeschränkt |
| September – Oktober | 22–28 °C | Warmes Meer, goldenes Licht | Sehr gut |
| November | 14–18 °C | Herbstfarben, leere Straßen | Gut (Jacke empfohlen) |
Der April gilt unter Kennern als einer der besten Monate für offene Fahrten. Die Temperaturen sind angenehm warm, aber nicht drückend heiß. Wildblumen säumen die Straßenränder, die Mandelblüte klingt gerade ab und überall sprießt frisches Grün. Gleichzeitig sind die Straßen noch nicht mit Sommertouristen überfüllt. Im Rahmen von Lifestyle & Freizeit im April bieten sich Panoramafahrten als perfekte Ergänzung zu anderen Outdoor-Aktivitäten auf der Insel an.
Im Hochsommer sollten Sie früh morgens starten. Die Mittagshitze kann in einem offenen Fahrzeug trotz Fahrtwind unangenehm werden. Außerdem steigt das Verkehrsaufkommen auf beliebten Strecken wie der Ma-10 im Juli und August deutlich an, was den Genussfaktor schmälert.
Praktischer Guide: Mietwagen und Vorbereitung
Ein Cabrio auf Mallorca zu mieten, ist unkompliziert. Fast alle großen Mietwagenstationen am Flughafen Palma und in den touristischen Zentren bieten Cabrios an. Dennoch gibt es einige Details, die über Freude oder Frust entscheiden können.
Das richtige Fahrzeug wählen
Nicht jedes Cabrio eignet sich gleichermaßen für Mallorcas Bergstraßen. Die Panoramastraßen der Tramuntana sind oft eng und kurvenreich. Ein kompaktes Cabrio wie ein Fiat 500C oder ein Mini Cooper Cabrio lässt sich leichter durch enge Passagen manövrieren als ein großer Viersitzer. Wenn Sie zu zweit reisen, ist ein kleineres Modell fast immer die bessere Wahl.
Für Familien oder kleine Gruppen bieten sich Viersitzer-Cabrios wie ein VW T-Roc Cabriolet an. Bedenken Sie jedoch, dass die Rücksitze in vielen Cabrios eng ausfallen und für längere Touren wenig Komfort bieten. Wichtig bei der Buchung: Wählen Sie nach Möglichkeit ein Modell mit Automatikgetriebe. In den Serpentinen der Serra de Tramuntana werden Sie dankbar sein, wenn Sie sich ganz auf das Lenken und Genießen konzentrieren können.
Buchungstipps und Kosten
Die Mietpreise für Cabrios auf Mallorca schwanken je nach Saison erheblich. Im Frühling zahlen Sie für ein Kompaktmodell etwa 60 bis 90 Euro pro Tag. Im Hochsommer können dieselben Fahrzeuge 120 Euro oder mehr kosten. Frühbuchung – idealerweise vier bis sechs Wochen im Voraus – spart in der Regel 20 bis 30 Prozent.
- Buchen Sie frühzeitig, besonders für die Monate April bis Juni
- Prüfen Sie die Versicherungsbedingungen – Vollkasko ohne Selbstbeteiligung ist auf Bergstraßen empfehlenswert
- Achten Sie auf die Tankregelung: Voll/voll ist fast immer günstiger als Voll/leer
- Fragen Sie nach einem Sonnenschutzpaket (Sonnencreme, Hüte) – manche Anbieter legen das bei
- Kontrollieren Sie das Verdeck vor der Übernahme auf Beschädigungen und dokumentieren Sie den Zustand
Sonnenschutz und Sicherheit
Offenes Fahren unter mediterraner Sonne erfordert Vorbereitung. Selbst bei Temperaturen um die 22 Grad unterschätzen viele Fahrer die UV-Strahlung auf der Insel. Tragen Sie Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor, eine Sonnenbrille mit gutem UV-Schutz und idealerweise eine Kopfbedeckung, die vom Wind nicht davongetragen wird. Ein Tuch oder Schal für den Hals schützt vor Sonnenbrand an Stellen, die man beim Fahren leicht vergisst.
In den Bergen kann die Temperatur trotz Sonnenschein spürbar sinken. Auf den Passhöhen der Tramuntana ist es oft fünf bis acht Grad kühler als an der Küste. Eine leichte Jacke im Kofferraum ist deshalb Pflicht. Das gilt besonders bei Fahrten in den Morgen- oder Abendstunden, wenn das Licht am schönsten, die Luft aber auch am kühlsten ist.
Schritt-für-Schritt: Ihre erste Cabrio-Tour planen
Eine gelungene Panoramafahrt auf Mallorca beginnt nicht am Steuer, sondern am Vorabend bei der Planung. Gerade als Erstbesucher hilft ein klarer Plan, Stress zu vermeiden und die Zeit optimal zu nutzen. Die folgende Anleitung führt Sie durch die wichtigsten Schritte.
- Route wählen: Entscheiden Sie sich für eine Strecke, die zu Ihrer Erfahrung passt. Für Einsteiger empfiehlt sich die Auffahrt zum Puig de Randa oder die Küstenstraße von Andratx nach Estellencs. Fortgeschrittene wählen die komplette Ma-10 oder das Cap de Formentor.
- Startzeit festlegen: Starten Sie möglichst früh. Zwischen 8 und 9 Uhr morgens sind die Straßen leer, das Licht ist weich und die Temperaturen angenehm. Nachmittags ab 17 Uhr bietet sich die sogenannte hora dorada an – die goldene Stunde mit warmem Abendlicht.
- Pausen einplanen: Markieren Sie auf Ihrer Route mindestens zwei bis drei Stopps an Aussichtspunkten oder in Dörfern. Eine gute Faustregel: Pro Stunde Fahrzeit mindestens 20 Minuten Pause für Fotos, Kaffee oder einfach nur Staunen.
- Tankstelle checken: In den Bergen der Tramuntana gibt es nur wenige Tankstellen. Tanken Sie Ihr Cabrio vor dem Start voll. Die letzte zuverlässige Tankgelegenheit vor der Ma-10 finden Sie in Andratx, Sóller oder Pollença – je nach Startpunkt.
- Navigation vorbereiten: Laden Sie Offline-Karten auf Ihr Smartphone. In einigen Abschnitten der Tramuntana ist der Mobilfunkempfang lückenhaft. Google Maps und Apple Maps bieten beide einen zuverlässigen Offline-Modus.
- Proviant mitnehmen: Wasser, Obst und ein kleiner Snack gehören in jedes Cabrio. Die Dörfer entlang der Strecken haben zwar oft kleine Bars, aber nicht immer geöffnet – besonders in der Nebensaison.
Dieser Plan klingt vielleicht aufwendig, doch in der Praxis sind diese Vorbereitungen in 15 Minuten erledigt. Die Belohnung: ein entspanntes Fahrerlebnis ohne böse Überraschungen.
Häufige Anfängerfehler – und wie Sie sie vermeiden
Wer zum ersten Mal mit offenem Verdeck über Mallorcas Panoramastraßen fährt, tappt leicht in typische Fallen. Einige davon sind harmlos, andere können den gesamten Ausflug verderben. Die folgenden Punkte helfen Ihnen, entspannt und sicher unterwegs zu sein.
Fehler 1: Zu viel an einem Tag planen. Die Distanzen auf Mallorca wirken auf der Karte gering. Doch auf kurvenreichen Bergstraßen dauert eine 30-Kilometer-Strecke leicht eine Stunde oder mehr. Wer die gesamte Tramuntana in einem Tag durchqueren will, verpasst genau die Momente, die das Erlebnis ausmachen: das spontane Anhalten am Aussichtspunkt, den Kaffee im Bergdorf, das langsame Aufsaugen der Landschaft.
Fehler 2: Die Reisebusse ignorieren. Auf der Ma-10 und besonders auf der Straße zum Cap de Formentor begegnen Ihnen regelmäßig große Reisebusse. In einem Cabrio fühlen sich diese Begegnungen auf engen Abschnitten intensiv an. Bleiben Sie ruhig, fahren Sie an geeigneten Stellen rechts ran und lassen Sie den Bus passieren. Hektik in den Serpentinen führt zu nichts Gutem.
Fehler 3: Den Sonnenschutz unterschätzen. Wie bereits erwähnt: Die mediterrane Sonne ist im offenen Fahrzeug deutlich stärker, als Sie es aus Mitteleuropa kennen. Selbst bei bewölktem Himmel liegt die UV-Belastung auf Mallorca oft bei Index 6 oder höher. Ein Sonnenbrand nach einer vierstündigen Tour im Cabrio ist keine Seltenheit, sondern ein Klassiker unter Erstbesuchern.
Fehler 4: Wertgegenstände sichtbar lassen. Wenn Sie Ihr Cabrio an einem Aussichtspunkt oder in einem Dorf abstellen, nehmen Sie Taschen, Kameras und andere Wertgegenstände mit. Ein offenes oder leicht zu öffnendes Verdeck bietet keinerlei Schutz. Dieser Tipp klingt selbstverständlich, wird aber erstaunlich oft vergessen.
Fehler 5: Ohne Bargeld losfahren. In den kleinen Bergdörfern der Serra de Tramuntana akzeptieren manche Bars und Bäckereien nur Bargeld. Ein kleiner Betrag in der Tasche erspart Ihnen die Enttäuschung, an einem traumhaften Ort keinen Cortado bestellen zu können.
Panoramafahrten und das Leben auf Mallorca
Für Residenten und Menschen, die über einen Umzug nach Mallorca nachdenken, sind Cabrio-Touren weit mehr als ein einmaliges Urlaubserlebnis. Sie werden zu einem festen Bestandteil des Insellebens. Viele Langzeitbewohner berichten, dass sie die Panoramastraßen regelmäßig befahren – und jedes Mal neue Details entdecken, die ihnen beim letzten Mal entgangen sind.
Wer eine Immobilie auf Mallorca besitzt oder erwirbt, lebt oft in unmittelbarer Nähe zu diesen Strecken. Ein Sonntagsausflug mit dem offenen Wagen von der eigenen Finca zur Küste dauert selten länger als 30 Minuten. Diese Nähe zu außergewöhnlicher Natur ist einer der Gründe, warum Mallorca als Wohnstandort so beliebt ist. Die Landschaft ist nicht nur Kulisse, sondern Teil des Alltags.
Die Verbindung zwischen Fahrvergnügen und Inselleben zeigt sich besonders deutlich, wenn man Lifestyle & Freizeit im April betrachtet. In diesem Monat vereinen sich ideale Witterungsbedingungen, blühende Landschaft und geringe Frequenz auf den Straßen zu einem Gesamterlebnis, das viele Residenten als den Höhepunkt des Frühlings bezeichnen. Eine Panoramafahrt lässt sich dann problemlos mit einem Besuch der Wochenmärkte, einem Mittagessen in einem Bergdorf oder einer kurzen Wanderung kombinieren.
Auch für Pferdesportbegeisterte und Golfspieler, die auf Mallorca ansässig sind, bieten sich Cabrio-Ausflüge als Ergänzung zum eigenen Hobby an. Die Strecken verbinden oft genau jene Regionen, in denen sich die Top-Golfplätze oder Reiterhöfe befinden. So wird die Anfahrt selbst zum Erlebnis.
Checkliste: Alles Wichtige auf einen Blick
Bevor Sie den Zündschlüssel drehen und das Verdeck öffnen, gehen Sie diese kurze Liste durch. Sie fasst die wichtigsten Punkte dieses Guides zusammen und dient als schnelle Referenz für unterwegs.
- Route gewählt und auf dem Smartphone gespeichert (offline!)
- Tank voll
- Sonnencreme, Sonnenbrille und Kopfbedeckung eingepackt
- Leichte Jacke für die Berge dabei
- Wasser und Snacks an Bord
- Bargeld für kleine Dorfbars
- Wertgegenstände verstaut oder mitgenommen
- Zwei bis drei Pausen an Aussichtspunkten eingeplant
- Kamera oder Smartphone geladen
- Verdeck vor Abfahrt auf Funktion geprüft
Fünf Routen-Empfehlungen nach Erfahrungsniveau
Nicht jede Panoramastraße eignet sich für jedes Fahrniveau. Die folgende Übersicht ordnet die vorgestellten Strecken nach Schwierigkeit und Fahrtdauer ein. So finden Sie schnell die Tour, die zu Ihnen passt.
| Route | Länge | Dauer (mit Pausen) | Niveau |
| Puig de Randa | ca. 10 km | 1–2 Stunden | Einsteiger |
| Artà – Ermita de Betlem | ca. 10 km | 1–2 Stunden | Einsteiger |
| Andratx – Estellencs | ca. 25 km | 2–3 Stunden | Mittel |
| Cap de Formentor | ca. 40 km (hin/zurück) | 2–4 Stunden | Mittel bis Fortgeschritten |
| Ma-10 (komplett) | ca. 140 km | Ganzer Tag (6–8 Stunden) | Fortgeschritten |
Anfänger sollten mit den kürzeren Strecken beginnen und sich langsam steigern. Das Fahrgefühl in einem offenen Wagen auf Bergstraßen unterscheidet sich deutlich von der Fahrt auf einer geraden Autobahn. Geben Sie sich Zeit, das Zusammenspiel aus Lenken, Genießen und Navigieren in Ruhe zu lernen.
Häufig gestellte Fragen zu Cabrio-Touren auf Mallorca
Brauche ich einen internationalen Führerschein für ein Cabrio auf Mallorca?
Nein. Mit einem gültigen deutschen, österreichischen oder Schweizer Führerschein können Sie auf Mallorca problemlos ein Fahrzeug mieten und fahren. Mallorca gehört zu Spanien und damit zur EU, weshalb EU-Führerscheine uneingeschränkt anerkannt werden.
Kann ich auch im Winter eine Cabrio-Tour machen?
Grundsätzlich ja, allerdings mit Einschränkungen. Im Dezember und Januar liegen die Temperaturen tagsüber bei 10 bis 15 Grad. Mit warmer Kleidung und Sitzheizung ist offenes Fahren möglich, aber nicht mehr unbedingt gemütlich. Die Monate März bis November bieten deutlich angenehmere Bedingungen.
Sind die Bergstraßen gefährlich?
Mallorcas Panoramastraßen sind gut ausgebaut und regelmäßig gewartet. Die Hauptgefahr besteht nicht in der Straße selbst, sondern in zu hoher Geschwindigkeit und unaufmerksamen Gegenverkehr. Fahren Sie defensiv, nutzen Sie in Kurven die Hupe und halten Sie sich rechts. Bei Regen können die Straßen rutschig werden – in diesem Fall ist besondere Vorsicht geboten.
Was kostet eine Cabrio-Tour insgesamt?
Rechnen Sie mit dem Mietpreis (60–120 Euro pro Tag je nach Saison), Benzin (20–30 Euro für eine Tagestour), eventuellen Parkgebühren (2–5 Euro) und Verpflegung unterwegs. Ein kompletter Ausflugstag liegt damit realistisch bei 100 bis 180 Euro – ein vergleichsweise günstiges Erlebnis für die Eindrücke, die es bietet.
Wo finde ich unterwegs Parkplätze?
Die meisten Aussichtspunkte entlang der Ma-10 und der Formentor-Straße verfügen über kleine Parkbuchten. In den Dörfern Valldemossa, Deià und Sóller gibt es öffentliche Parkplätze, die allerdings in der Hochsaison schnell belegt sind. Früh starten hilft auch hier.
Zusammenfassung: Die fünf wichtigsten Einsichten
Eine Cabrio-Tour auf Mallorca ist weit mehr als eine Autofahrt. Es ist eine sinnliche Erfahrung, die die dramatische Landschaft der Insel auf einzigartige Weise erlebbar macht. Hier fassen wir die zentralen Punkte zusammen, die Sie aus diesem Guide mitnehmen sollten.
- Mallorcas Panoramastraßen gehören zu den schönsten Europas. Die Ma-10 durch die Serra de Tramuntana, die Straße zum Cap de Formentor und die Küstenroute über Banyalbufar bieten Landschaftsbilder, die in einem geschlossenen Fahrzeug nur halb so intensiv wirken.
- Der Frühling ist die beste Zeit. Angenehme Temperaturen, blühende Natur und wenig Verkehr machen die Monate April und Mai zur idealen Saison für offene Panoramafahrten.
- Weniger ist mehr. Planen Sie lieber eine kürzere Route mit ausreichend Pausen als eine Marathonstrecke im Schnelldurchlauf. Die Magie liegt in den Momenten dazwischen.
- Vorbereitung macht den Unterschied. Volltanken, Sonnenschutz, Offline-Karten und etwas Bargeld – diese einfachen Maßnahmen verwandeln eine gute Tour in ein sorgenfreies Erlebnis.
- Panoramafahrten bereichern das Inselleben dauerhaft. Ob als Besucher oder Resident: Die Straßen Mallorcas erzählen bei jeder Fahrt eine andere Geschichte. Wer hier lebt, entdeckt die Insel immer wieder neu.
Wenn Sie Ihre erste Cabrio-Tour hinter sich haben, werden Sie verstehen, warum so viele Menschen Mallorca nicht nur als Urlaubsziel, sondern als Lebensmittelpunkt wählen. Die Kombination aus atemberaubender Natur, exzellenter Infrastruktur und mediterranem Lebensgefühl ist auf den Panoramastraßen der Insel so verdichtet spürbar wie nirgendwo sonst.
Als nächsten Schritt empfehlen wir Ihnen, sich eine konkrete Route aus unserer Übersicht auszuwählen und einen Mietwagen zu reservieren. Beginnen Sie mit einer kürzeren Strecke, sammeln Sie Erfahrung und arbeiten Sie sich dann zu den anspruchsvolleren Routen vor. Und wenn Sie dabei feststellen, dass Mallorca mehr sein könnte als nur ein Urlaubsziel – dann sind Sie in bester Gesellschaft.