Tauchen & Schnorcheln auf Mallorca: Spots & Schulen | Immobilien Mallorca Tauchen & Schnorcheln auf Mallorca: Spots & Schulen | Immobilien Mallorca https://www.immobilienmallorca.com/wp-content/uploads/2026/06/Unbenannt-17.-Juni-2026-um-15.29.09-1024x684.jpeg

Was bedeutet Tauchen und Schnorcheln auf Mallorca eigentlich?

Schnorcheln ist wie ein Spaziergang über eine Glasbrücke: Sie bleiben an der Wasseroberfläche und schauen von oben in eine faszinierende Welt hinein. Sie brauchen dafür nur drei Dinge – eine Taucherbrille (auch Maske genannt), einen Schnorchel (das Atemrohr) und Flossen. Vorkenntnisse sind nicht nötig. Jeder, der schwimmen kann, kann auch schnorcheln.

Tauchen geht einen Schritt weiter. Beim Gerätetauchen (englisch: Scuba Diving) tragen Sie eine Pressluftflasche auf dem Rücken und atmen unter Wasser durch einen Atemregler. Dadurch können Sie in Tiefen von 10 bis 40 Metern vordringen und dort minutenlang verweilen. Allerdings benötigen Sie dafür eine Ausbildung – den sogenannten Tauchschein. Diesen erwerben Sie in einer zertifizierten Tauchschule.

Mallorca bietet für beide Aktivitäten herausragende Bedingungen. Die Insel verfügt über mehr als 550 Kilometer Küstenlinie, dutzende geschützte Buchten und mehrere Meeresschutzgebiete. Das Mittelmeer rund um Mallorca ist vergleichsweise ruhig, strömungsarm und hat eine Sichtweite von oft 20 bis 30 Metern. Weshalb sowohl Anfänger als auch erfahrene Taucher hier auf ihre Kosten kommen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Mallorca zählt zu den besten Schnorchel- und Tauchrevieren im westlichen Mittelmeer
  • Die beste Saison reicht von Mai bis Oktober – im Mai sind die Bedingungen besonders gut
  • Schnorcheln erfordert keine Vorkenntnisse, Tauchen setzt einen Kurs in einer Tauchschule voraus
  • Die Ostküste und der Süden bieten die meisten erstklassigen Unterwasser-Spots
  • Rund 30 professionelle Tauchschulen mit internationaler Zertifizierung sind auf der Insel ansässig
  • Meeresschutzgebiete wie der Cabrera-Nationalpark gehören zu den absoluten Highlights

Warum Mallorca ein erstklassiges Revier für Unterwasser-Erlebnisse ist

Die Unterwasserwelt Mallorcas unterscheidet sich deutlich von dem, was Sie an tropischen Riffen finden würden. Statt bunter Korallenriffe erwarten Sie hier massive Felsformationen, Unterwasserhöhlen, Seegraswiesen und eine überraschend vielfältige Tierwelt. Genau das macht den Reiz aus: Die Landschaft unter Wasser ist ebenso abwechslungsreich wie die über Wasser.

Kristallklares Wasser und außergewöhnliche Sicht

Mallorcas Gewässer gehören zu den klarsten im gesamten Mittelmeerraum. Die Sichtweite unter Wasser beträgt an guten Tagen bis zu 30 Meter. Das bedeutet: Sie können beim Schnorcheln den Meeresboden in fünf Metern Tiefe so deutlich sehen, als stünden Sie direkt davor. Diese Klarheit verdankt Mallorca unter anderem den Posidonia-Wiesen – ausgedehnte Felder aus Neptungras, die das Wasser filtern und gleichzeitig Lebensraum für unzählige Meeresbewohner schaffen.

Die Posidonia-Wiesen (Posidonia oceanica) sind ein UNESCO-geschütztes Ökosystem und das biologische Herzstück des Mittelmeeres rund um Mallorca. Beim Schnorcheln gleiten Sie direkt über diese grünen Unterwasserwiesen und beobachten Seepferdchen, Tintenfische und Schwärme von Meerbrassen. Wer die Naturparks auf Mallorca liebt, wird diese Unterwasserwelt als deren natürliche Verlängerung empfinden.

Angenehme Wassertemperaturen über viele Monate

Von Mai bis Oktober liegt die Wassertemperatur zwischen 19 und 27 Grad Celsius. Im Hochsommer erreicht sie an manchen Stellen sogar 28 Grad. Selbst im Mai sind 19 bis 21 Grad mit einem dünnen Neoprenanzug (einem wärmenden Tauchanzug aus Gummi) sehr angenehm. Diese lange Saison macht Mallorca zu einem Ganzjahres-Revier – zumindest für Taucher mit entsprechender Ausrüstung.

MonatWassertemperaturSichtweiteEignung für Einsteiger
Mai19–21 °C25–30 mSehr gut – ruhiges Wasser, wenig Betrieb
Juni21–24 °C20–30 mHervorragend – ideal für erste Tauchkurse
Juli / August25–28 °C15–25 mGut – warm, aber mehr Boote und Badegäste
September / Oktober22–26 °C20–30 mAusgezeichnet – warmes Wasser, leere Buchten

 

Vielfältige Unterwasser-Landschaften

Mallorcas Küste bietet vier grundlegend verschiedene Unterwasser-Landschaftstypen. An der Ostküste finden Sie dramatische Felsabbrüche, die steil in die Tiefe fallen – perfekt für erfahrene Taucher. Die Südküste überrascht mit sanften Sandflächen und ausgedehnten Posidonia-Wiesen. Im Westen ragen zerklüftete Klippen aus dem Wasser, unter denen sich Höhlen und Durchgänge verbergen. Und rund um den Cabrera-Archipel im Südosten liegt eines der bedeutendsten Meeresschutzgebiete des gesamten Mittelmeerraums.

Die besten Schnorchelspots auf Mallorca

Schnorcheln ist der einfachste Weg, Mallorcas Unterwasserwelt zu entdecken. Sie brauchen keine Ausbildung, keine teure Ausrüstung und keinen Begleiter. Trotzdem erleben Sie faszinierende Eindrücke – vorausgesetzt, Sie wählen die richtigen Stellen. Nicht jeder Strand eignet sich gleich gut. Die besten Schnorchelplätze zeichnen sich durch klares Wasser, felsigen Untergrund und wenig Bootsverkehr aus.

Cala Mondragó – der Naturpark-Klassiker

Die Cala Mondragó liegt im gleichnamigen Naturpark an der Südostküste. Das Wasser ist hier besonders klar, weil die Bucht geschützt liegt und kaum Strömung herrscht. Direkt an den Felskanten rechts und links des Strandes tummeln sich Meerbrassen, Lippfische und gelegentlich Tintenfische. Für Familien mit Kindern ist dieser Spot ideal, weil der Einstieg flach und sicher ist.

Cala Varques – das wilde Juwel

Die Cala Varques an der Ostküste erreichen Sie nur zu Fuß über einen etwa 20-minütigen Wanderweg. Genau deshalb ist sie weniger überlaufen als andere Buchten. Unter Wasser erwarten Sie Felsformationen mit kleinen Höhlen und Durchgängen. Die Sichtweite ist hier oft überdurchschnittlich gut. Achten Sie auf die Unterwasser-Felsnadeln, an denen sich Schwämme und Seeanemonen angesiedelt haben.

Cala Deià – Schnorcheln mit Bergkulisse

An der Westküste, unterhalb des berühmten Künstlerdorfes Deià, liegt eine kleine Felsbucht mit großen runden Steinen. Das Wasser wird hier schnell tief, weshalb Sie direkt vom Ufer aus in interessante Bereiche vorstoßen. Zackenbarsche und Muränen lassen sich mit etwas Geduld beobachten. Die Kombination aus Tramuntana-Gebirge und Mittelmeer macht diesen Spot auch landschaftlich besonders.

Weitere empfehlenswerte Schnorchelplätze

  • Cala Agulla bei Cala Ratjada – weitläufige Bucht mit felsigen Rändern und guter Infrastruktur
  • Cala Figuera (Formentor) – abgelegene Bucht an der Nordspitze mit außergewöhnlicher Sicht
  • Portals Vells im Südwesten – drei kleine Buchten mit Unterwasserhöhlen direkt am Ufer
  • Cala Santanyí – flacher Einstieg, farbenreiche Felsen, ideal für Anfänger
  • Sa Calobra – an ruhigen Tagen ein spektakulärer Spot am Fuß des Torrent de Pareis

Zwischenfazit: Die besten Schnorchelspots auf Mallorca liegen fast alle an der Ost- oder Südküste. Felsige Buchten bieten mehr Unterwasser-Erlebnis als reine Sandstrände. Wenn Sie im Mai starten, profitieren Sie von der Ruhe vor der Hauptsaison.

Die besten Tauchspots für Gerätetaucher

Wer den Schritt vom Schnorchel zum Atemregler wagt, entdeckt auf Mallorca eine völlig neue Dimension. Unter Wasser eröffnen sich Grotten, Steilwände und versunkene Wracks, die beim Schnorcheln unsichtbar bleiben. Rund um die Insel gibt es etwa 50 dokumentierte Tauchplätze – von einfachen Anfänger-Spots bis zu anspruchsvollen Tieftauchgängen.

Cabrera-Nationalpark – das Kronjuwel

Der Cabrera-Archipel liegt rund 15 Kilometer südlich von Mallorca und ist seit 1991 als maritim-terrestrischer Nationalpark geschützt. Das Tauchen dort erfordert eine Sondergenehmigung, die über die Tauchschulen beantragt wird. Dafür erleben Sie eine Unterwasserwelt, die in ihrer Unberührtheit einzigartig im westlichen Mittelmeer ist. Große Zackenbarsche, Adlerrochen und Barrakuda-Schwärme sind hier keine Seltenheit. Die Sichtweiten erreichen regelmäßig über 30 Meter.

Illa del Sec – Wracktauchen vor Palma

Vor der Südwestküste Palmas liegt in rund 25 Metern Tiefe ein Unterwasserfelsen, der von Weichkorallen überzogen ist. In unmittelbarer Nähe befinden sich mehrere kleine Schiffswracks, die künstliche Riffe bilden. Dieser Spot eignet sich für Taucher mit etwas Erfahrung (mindestens Advanced Open Water Zertifizierung) und bietet außergewöhnliche Fotomotive.

Cala Ratjada – Unterwasserhöhlen und Steilwände

Die Gewässer rund um Cala Ratjada an der Nordostspitze Mallorcas gehören zu den vielseitigsten Tauchgebieten der Insel. Hier finden Sie Höhlentauchgänge für Fortgeschrittene, Steilwände mit Gorgonien (fächerförmige Weichkorallen) und flache Riffbereiche für Anfänger. Mehrere professionelle Tauchschulen haben hier ihren Sitz und bieten tägliche Ausfahrten an.

Weitere Tauchplätze im Überblick

  • El Toro (Meeresschutzgebiet) – geschütztes Gebiet im Südwesten mit großen Fischschwärmen und Zackenbarsch-Kolonien
  • Dragonera – die unbewohnte Dracheninsel bietet spektakuläre Steilwand-Tauchgänge
  • Porto Cristo – bekannt für Höhlentauchgänge und eine reiche Unterwasser-Flora
  • Cala Figuera (Calvià) – geschützter Tauchplatz mit Seepferdchen-Sichtungen
  • Malgrats-Inseln – vor Santa Ponça gelegen, mit beeindruckenden Felsformationen unter Wasser

Tauchschulen auf Mallorca – So finden Sie die richtige

Auf Mallorca gibt es rund 30 professionelle Tauchschulen, verteilt über die gesamte Küstenlinie. Die meisten arbeiten nach internationalen Standards der Verbände PADI (Professional Association of Diving Instructors) oder SSI (Scuba Schools International). Beide Organisationen stellen weltweit anerkannte Tauchscheine aus. Für Sie als Anfänger macht der Unterschied zwischen PADI und SSI im Alltag kaum einen Unterschied – beide Systeme sind gleichwertig und international gültig.

Worauf Sie bei der Wahl achten sollten

Die Qualität einer Tauchschule erkennen Sie nicht am schönsten Internetauftritt, sondern an konkreten Faktoren. Achten Sie auf diese Punkte, bevor Sie sich anmelden:

  • Zertifizierung: Ist die Schule ein autorisiertes PADI- oder SSI-Zentrum? Diese Information finden Sie auf den offiziellen Verbandswebseiten.
  • Gruppengröße: Maximal vier Anfänger pro Tauchlehrer gelten als sicher und lernfördernd. Fragen Sie gezielt nach.
  • Sprache: Viele Schulen bieten Kurse auf Deutsch, Englisch und Spanisch an. Gerade beim Erlernen von Sicherheitsregeln ist die eigene Muttersprache ein Vorteil.
  • Ausrüstung: Gute Schulen stellen die gesamte Ausrüstung in aktuellem Zustand. Achten Sie auf gepflegte Neoprenanzüge und regelmäßig gewartete Atemregler.
  • Versicherung: Seriöse Anbieter schließen eine Taucher-Haftpflichtversicherung für Sie ein oder empfehlen Ihnen eine.

Empfehlenswerte Regionen für Tauchschulen

Die Dichte an Tauchschulen ist an der Ostküste besonders hoch. In Cala Ratjada, Porto Cristo und Cala d’Or finden Sie jeweils mehrere Anbieter mit unterschiedlichen Schwerpunkten. Im Südwesten sind Santa Ponça und Port d’Andratx gute Adressen. In Palma selbst gibt es ebenfalls Tauchzentren, die vor allem Wracktauchgänge und Ausfahrten zu den vorgelagerten Inseln anbieten.

Für Residenten, die dauerhaft auf der Insel leben, bieten viele Schulen Jahres-Mitgliedschaften oder Zehnerkarten an. Das reduziert die Kosten pro Tauchgang erheblich und ermöglicht regelmäßiges Tauchen – ähnlich wie eine Mitgliedschaft im Fitnessstudio, nur dass Ihr Trainingsgelände das Mittelmeer ist.

Ihr erster Tauchkurs auf Mallorca – Schritt für Schritt

Vielleicht haben Sie noch nie getaucht und fragen sich, wie ein Tauchkurs konkret abläuft. Die gute Nachricht: Moderne Tauchausbildung ist systematisch aufgebaut und nimmt Anfängern die Unsicherheit. So sieht der typische Ablauf eines PADI Open Water Diver Kurses aus – dem weltweit beliebtesten Einsteiger-Tauchschein.

Ablauf eines Anfänger-Tauchkurses

  1. Theorie-Teil (Tag 1): Sie lernen die Grundlagen der Tauchphysik, Handzeichen unter Wasser und Sicherheitsregeln. Viele Schulen bieten den Theorieteil inzwischen als Online-Kurs an, den Sie vorab zuhause absolvieren.
  2. Pool-Training (Tag 1–2): Im flachen Wasser eines Pools oder einer geschützten Bucht üben Sie das Atmen durch den Atemregler, das Ausblasen der Maske und den kontrollierten Ab- und Aufstieg.
  3. Freiwasser-Tauchgänge (Tag 2–3): Sie absolvieren vier Tauchgänge im offenen Meer unter direkter Aufsicht Ihres Tauchlehrers. Die maximale Tiefe steigert sich schrittweise von 6 auf 18 Meter.
  4. Zertifizierung: Nach bestandener Prüfung erhalten Sie Ihren Tauchschein, der weltweit und lebenslang gültig ist.

Der gesamte Kurs dauert in der Regel drei bis vier Tage. Die Kosten liegen auf Mallorca zwischen 350 und 500 Euro – inklusive Ausrüstung, Lehrmaterial und Zertifizierung. Manche Tauchschulen bieten auch Schnupper-Tauchgänge (sogenannte Discover Scuba Diving Erlebnisse) für rund 70 bis 100 Euro an. Dabei tauchen Sie unter Anleitung ein einziges Mal ab, ohne gleich den vollen Kurs zu absolvieren.

Häufige Anfängerfehler vermeiden

Wer zum ersten Mal unter Wasser geht, macht fast immer dieselben Fehler. Wenn Sie diese kennen, sind Sie einen Schritt voraus:

  • Zu schnelles Abtauchen: Lassen Sie sich Zeit beim Druckausgleich. Drücken Sie sanft die Nase zu und pusten Sie vorsichtig – wie beim Landeanflug im Flugzeug.
  • Zu viel Luft verbrauchen: Aufregung führt zu schneller Atmung. Atmen Sie bewusst langsam und tief. Ihr Luftvorrat hält dann deutlich länger.
  • Die falsche Maske: Leihen Sie sich verschiedene Masken zum Anprobieren, bevor Sie ins Wasser gehen. Eine undichte Maske verdirbt jeden Tauchgang.
  • Korallen und Tiere berühren: Auch wenn es verlockend ist – berühren Sie niemals die Unterwasserwelt. Zum Schutz der Natur und zu Ihrer eigenen Sicherheit.

Ausrüstung für Schnorchler und Taucher auf Mallorca

Wie viel Ausrüstung Sie brauchen, hängt davon ab, ob Sie schnorcheln oder tauchen möchten. Fürs Schnorcheln genügt eine Grundausstattung, die Sie in jedem Sportgeschäft auf Mallorca für unter 50 Euro bekommen. Fürs Tauchen stellen die Schulen in der Regel alles bereit.

Schnorchel-Ausrüstung für Einsteiger

  • Tauchermaske: Achten Sie auf Silikonrand und gehärtete Glasscheiben. Die Maske muss dicht sitzen, ohne zu drücken.
  • Schnorchel: Ein einfaches Modell mit Spritzschutz oben reicht völlig aus. Vermeiden Sie komplizierte Ventilsysteme.
  • Flossen: Kurze, offene Flossen mit Fersenband sind für Anfänger ideal. Sie erleichtern das Schwimmen erheblich.
  • Neopren-Shorty: Ein kurzer Neoprenanzug (3 mm Stärke) schützt vor Auskühlung und Quallenkontakt – selbst im warmen Mai empfehlenswert.
  • Reef-Shoes: Wasserschuhe schützen Ihre Füße beim Einstieg über Felsen.

Wenn Sie dauerhaft auf Mallorca leben und regelmäßig schnorcheln möchten, lohnt sich die Investition in eigene, hochwertige Ausrüstung. Leihsets aus Strandbuden sind oft abgenutzt und schlecht passend. Eine gute Maske mit Sehstärken-Gläsern oder ein Schnorchel, der perfekt zu Ihrem Biss passt, machen einen enormen Unterschied im Komfort.

Tauchen und Schnorcheln mit Kindern

Mallorca ist ein hervorragendes Revier für Familien, die gemeinsam die Unterwasserwelt erkunden möchten. Kinder ab etwa sechs Jahren können problemlos schnorcheln, sofern sie sicher schwimmen. Für das Gerätetauchen liegt das Mindestalter bei den meisten Verbänden bei acht Jahren (PADI Bubblemaker Programm) beziehungsweise zehn Jahren für den Junior Open Water Diver.

Mehrere Tauchschulen auf Mallorca haben sich auf Familienprogramme spezialisiert. Sie bieten kindgerechte Ausrüstung in kleinen Größen und Tauchlehrer mit pädagogischer Erfahrung. Die Buchten an der Ostküste eignen sich besonders gut, weil der Wellengang dort gering ist und die Einstiege flach verlaufen. Ein gemeinsamer Schnorchelausflug zur Cala Mondragó oder zur Cala Santanyí kann für Kinder ein prägendes Naturerlebnis werden – und nebenbei Verständnis für Meeresschutz und Ökologie wecken.

Wie hängen Unterwassersport und Leben auf Mallorca zusammen?

Wer eine Immobilie auf Mallorca besitzt oder über einen Kauf nachdenkt, unterschätzt oft die Bedeutung des Meeres für die Lebensqualität. Das Mittelmeer ist nicht nur Kulisse für den Blick von der Terrasse – es ist ein aktiver Lebensraum, den Sie täglich nutzen können. Tauchen und Schnorcheln gehören für viele Residenten ebenso zum Alltag wie der morgendliche Kaffee auf dem Marktplatz.

Die Wahl der Region beeinflusst dabei direkt Ihre Möglichkeiten unter Wasser. Wer an der Ostküste zwischen Cala Ratjada und Santanyí lebt, hat die meisten Tauchschulen und die vielseitigsten Spots in unmittelbarer Nähe. Die Südwestküste bietet mit dem Meeresschutzgebiet El Toro und den Malgrats-Inseln ebenfalls herausragende Tauchgründe. Und wer im Norden bei Pollença wohnt, erreicht per Boot in kurzer Zeit die spektakulären Steilwände von Formentor.

Auch für den Immobilienwert spielt die Nähe zu attraktiven Küstenabschnitten eine Rolle. Objekte in Küstennähe mit Zugang zu geschützten Buchten sind besonders gefragt – bei Eigennutzern ebenso wie bei Feriengästen. Wer als Eigentümer das Wassersport-Angebot Mallorcas kennt und nutzt, versteht die Insel auf einer tieferen Ebene.

Mallorca vor dem Sommer – Die perfekte Balance beschreibt genau jene Wochen im Mai, in denen das Zusammenspiel von Wetter, Natur und Ruhe am besten funktioniert. Auch unter Wasser. Die Fischschwärme sind aktiver als im Hochsommer, die Sicht ist klarer, und Sie haben viele Tauchplätze fast für sich allein. Wenn Sie zu den Residenten gehören, die Mallorcas Schönheit über die übliche Oberfläche hinaus kennenlernen möchten, ist der Mai Ihr Monat.

Naturschutz unter Wasser – Ihre Verantwortung als Taucher und Schnorchler

Mallorcas Unterwasserwelt ist empfindlich. Die Posidonia-Wiesen wachsen nur wenige Zentimeter pro Jahr. Ein unbedacht geworfener Anker kann Jahrzehnte an Wachstum zerstören. Deshalb gelten auf Mallorca strenge Regeln zum Schutz der Meeresumwelt, die Sie kennen sollten.

  • Ankern Sie niemals über Posidonia-Wiesen – nutzen Sie ausgewiesene Ankerfelder oder Bojen
  • Sammeln Sie keine Muscheln, Steine oder Meerestiere
  • Berühren Sie keine Unterwasserpflanzen oder Tiere
  • Verwenden Sie rifffreundliche Sonnencreme (ohne Oxybenzon und Octinoxat)
  • Nehmen Sie Ihren Müll immer mit – auch kleine Plastikteile
  • Respektieren Sie Meeresschutzgebiete und deren besondere Regeln

Verantwortungsvolles Tauchen und Schnorcheln sichert die Schönheit dieser Unterwasserwelt auch für kommende Generationen. Viele Tauchschulen auf Mallorca engagieren sich aktiv im Meeresschutz und organisieren regelmäßig Unterwasser-Aufräumaktionen, an denen Sie als Taucher teilnehmen können.

Praktische Checkliste für Ihren ersten Schnorchel- oder Tauchausflug

Diese kompakte Liste hilft Ihnen bei der Vorbereitung – ob Sie morgen zum ersten Mal eine Bucht erkunden oder nächste Woche Ihren Tauchkurs beginnen:

  1. Prüfen Sie die Wetterbedingungen und den Wellengang (Apps wie Windy oder Windguru helfen)
  2. Wählen Sie eine Bucht, die für Ihr Erfahrungslevel geeignet ist
  3. Kontrollieren Sie Ihre Ausrüstung auf Dichtigkeit und Funktion
  4. Tragen Sie Sonnenschutz auf, bevor Sie den Neoprenanzug anziehen
  5. Informieren Sie jemanden über Ihren Aufenthaltsort und die geplante Rückkehr
  6. Trinken Sie ausreichend Wasser – Dehydrierung ist unter Wasser schwer zu bemerken
  7. Betreten Sie das Wasser langsam und gewöhnen Sie sich an die Temperatur
  8. Schwimmen Sie nie allein – ein Buddy (Tauchpartner) gehört zur Grundregel
  9. Beobachten Sie die Natur, ohne sie zu stören
  10. Genießen Sie den Moment – und nehmen Sie die Erinnerung mit statt eines Souvenirs

Häufig gestellte Fragen zum Tauchen und Schnorcheln auf Mallorca

Kann ich auf Mallorca tauchen, wenn ich noch keinen Tauchschein habe?

Ja. Viele Tauchschulen auf Mallorca bieten sogenannte Schnuppertauchgänge an (Discover Scuba Diving). Dabei tauchen Sie unter direkter Aufsicht eines Tauchlehrers in geringer Tiefe. Eine vorherige Zertifizierung ist dafür nicht nötig. Sie müssen lediglich schwimmen können und dürfen keine gesundheitlichen Einschränkungen haben, die gegen das Tauchen sprechen.

Welche Jahreszeit ist am besten zum Schnorcheln auf Mallorca?

Die Monate Mai bis Oktober bieten die besten Bedingungen. Der Mai zeichnet sich durch besonders klares Wasser und wenige Badegäste aus. Im Hochsommer (Juli/August) ist das Wasser wärmer, aber die Buchten sind voller und die Sicht kann durch aufgewirbelten Sand etwas geringer ausfallen. September und Oktober kombinieren warmes Wasser mit ruhiger Atmosphäre.

Was kostet ein Tauchkurs auf Mallorca?

Ein PADI Open Water Diver Kurs (Einsteiger-Tauchschein) kostet auf Mallorca zwischen 350 und 500 Euro. Darin enthalten sind in der Regel Theorie, Pooltraining, vier Freiwasser-Tauchgänge, die Leih-Ausrüstung und die Zertifizierungsgebühr. Schnuppertauchgänge ohne Zertifizierung liegen bei 70 bis 100 Euro.

Gibt es gefährliche Tiere im Meer rund um Mallorca?

Das Mittelmeer um Mallorca ist sehr sicher. Es gibt keine Haie in Küstennähe, die für Menschen gefährlich wären. Die häufigste Unannehmlichkeit sind Quallen, die saisonal auftreten können. Ein Neoprenanzug schützt zuverlässig davor. Seeigel sitzen auf Felsen in flachem Wasser – Wasserschuhe verhindern schmerzhafte Begegnungen. Insgesamt ist das Risiko sehr gering.

Kann ich als Resident auf Mallorca auch im Winter tauchen?

Ja, Tauchen ist ganzjährig möglich. Im Winter sinkt die Wassertemperatur auf 13 bis 16 Grad Celsius, weshalb Sie einen dickeren Neoprenanzug (7 mm oder Trockentauchanzug) benötigen. Einige Tauchschulen bieten auch im Winter Ausfahrten an, allerdings mit eingeschränktem Programm. Die Sichtweiten im Winter können überraschend gut sein.

Die fünf wichtigsten Erkenntnisse auf einen Blick

Bevor Sie Ihre Taucherbrille aufsetzen und ins Wasser gleiten, fassen wir zusammen, was Sie aus diesem Artikel mitnehmen sollten:

  1. Mallorca bietet Unterwasser-Erlebnisse auf Weltklasse-Niveau – von einfachen Schnorchelbuchten bis zu anspruchsvollen Tauchgängen im Cabrera-Nationalpark.
  2. Der Mai ist der ideale Einstiegsmonat – die Phase, die als Mallorca vor dem Sommer – Die perfekte Balance gilt, bietet optimale Sicht, angenehme Temperaturen und leere Buchten.
  3. Schnorcheln erfordert keine Vorkenntnisse – mit Maske, Schnorchel und Flossen können Sie sofort loslegen. Felsige Buchten an der Ost- und Südküste bieten die reichsten Eindrücke.
  4. Ein Tauchschein lohnt sich dauerhaft – die Investition von drei bis vier Tagen und 350 bis 500 Euro eröffnet Ihnen ein lebenslanges, weltweit gültiges Zertifikat und Zugang zu Mallorcas faszinierendsten Unterwasser-Spots.
  5. Wer auf Mallorca lebt, hat einen einzigartigen Vorteil – das Mittelmeer liegt vor Ihrer Tür. Regelmäßiges Tauchen oder Schnorcheln wird für viele Residenten zu einem festen Bestandteil ihres Insellebens.

Nächste Schritte für Ihren Einstieg

Beginnen Sie einfach. Schnappen Sie sich eine Maske und Flossen und probieren Sie es an einem ruhigen Tag in einer geschützten Bucht. Wenn Sie merken, dass Sie mehr wollen, buchen Sie einen Schnuppertauchgang bei einer zertifizierten Tauchschule in Ihrer Nähe. Und wenn Sie nach dem ersten Atemzug unter Wasser feststellen, dass Sie süchtig sind – dann melden Sie sich zum Open Water Kurs an.

Mallorcas Unterwasserwelt wartet nicht auf den Sommer. Sie ist jetzt da – still, farbenreich und einladend. Nutzen Sie die ruhigen Wochen, bevor die Hochsaison beginnt. Tauchen Sie ein. Im wörtlichen Sinne.

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