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Unter der Kathedrale ist alles hohl

Veröffentlicht am 01.05.2017 von

Die Kathedrale in Palma hat eine sehr lange Geschichte und wird gerne von Besuchern besichtigt. Jetzt wurden aufwändige Renovierungsarbeiten angestrebt. Was die Arbeiter dabei entdeckten, ist ein kleines bauliches Meisterwerk. Der Hohlraum unter der Kathedrale ist pure Absicht und versetzte dennoch die Baumeister jetzt in echte Faszination. Stampft man mit dem Fuß auf den hölzernen Boden des Chorgestühls, so würde dies sehr hohl und dumpf klingen. Der Grund dafür ist der nun wieder entdeckte Hohlraum darunter. Dieser ist aber nicht einfach nur ein Loch, sondern ein riesiger Raum. Erfahren Sie hier mehr über die geschichtsträchtige Kathedrale in Palma de Mallorca. Außerdem erklären wir für Sie natürlich auch, warum dieser Hohlraum überhaupt entstanden ist.

Riesiger Hohlraum unter Kathedrale entdeckt

So oder so ähnlich lauten derzeit die Schlagzeilen, welche in den Gazetten der mallorquinischen Insel verbreitet werden. In der Tat ist der Fund des Hohlraumes eine kleine Sensation. Der Hohlraum unter dem Chorgestühl ist jedoch kein Zufall, sondern pure Absicht. Zwischen 1904 und 1914 wurde die Kathedrale nämlich umgestaltet. Damals war Antoni Gaudí derjenige, welcher den Chor aus dem Kirchenschiff ins Presbyterium verlagerte. Dort jedoch konnte er nicht auf Mikrofone für den Chor zurückgreifen. Denn diese gab es zu jener Zeit noch nicht. Damit jedoch der Gesang sich in der Kathedrale auch wirklich verbreiten konnte, setzte er auf einen einfachen Trick. Er entwarf unter dem Chorgestühl einen riesigen Hohlraum. Dieser ist mannshoch und agiert wie ein Resonanzkasten. Der Hohlraum jedoch wurde so gut wie vergessen, und erst jetzt bei Renovierungsarbeiten wiederentdeckt. Knapp 100 Jahre nach seiner Entstehung, fasziniert er jetzt die Bauleute von heute. Gerade wer in Palma seinen Wohnsitz hat und hier eine schöne Mallorca Immobilie besitzt, wird die Kathedrale mit Sicherheit besichtigt haben. Sie ist mehr als beeindruckend und strahlt auch in ihrem Inneren ein ganz besonders Flair aus.

Imposante Geschichte der Kathedrale in Palma

Der Baubeginn der heute so faszinierenden Kathedrale fand im Jahre 1229 statt. Erst 1604 jedoch, konnte die Westfassade des Bauwerkes fertigstellt werden. Die Kathedrale der heiligen Maria wird im Volksmund auch La Seu genannt. Als Bischofskirche des Bistums Mallorca spiegelt sie in ihrer heutigen Form die beeindruckende Architektur verschiedener Epochen wieder. Ursprünglich sollte die heutige Kathedrale eine islamische Moschee werden. Jaume II, der Sohn des Eroberers König Jaume I, welcher Mallorca von der Maurenherrschaft befreite, wurde im Jahr 1306 zum Hauptapsis der Kathedrale ernannt. Das mallorquinische Königshaus sollte hier übrigens auch sein Mausoleum erhalten. Jaume II sowie Jaume III liegen hier noch heute begraben. Das imposante Kirchenschiff wurde jedoch erst 1587 fertiggestellt. 1601 erfolgte dann die Fertigstellung des Hauptportals. Die Hauptfassade nahm extrem viel Zeit in Anspruch. Begonnen wurde mit dem Bau 1852. Die Fertigstellung gelang jedoch erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts. So weist die Kathedrale heute stilistische Richtungen aus verschiedenen Zeiten auf.

Beeindruckende Maße – die Kathedrale in Palma ist mehr als nur ein Gebäude

Die Kathedrale in Palma de Mallorca trägt diesen Namen zurecht. Denn sie hat eine Länge von 109,50 Metern und ist imposante 33 Meter breit. Das Hauptschiff hat eine Länge von 75,50 Metern sowie eine Bereite von 19,50 Metern. Die Seitenschiffe betragen in der Länge 86 Meter, und 10 Meter Breite. Das Gewölbe ruht auf 14 Pfeilern, welche das Gewölbe unter sich beherbergen. Sie sind 30 Meter hoch und geben so dem Hauptschiff eine Gesamthöhe von 44 Metern. Obwohl immer wieder bemängelt wird, dass die Kathedrale keine „richtigen“ Türme aufweist, zählt sie heute zu den wichtigsten Bauwerken der gotischen Stilrichtung.

Kathedrale dient auch als Museum

Anwohner, Einheimische und auch Mallorca-Liebhaber sind gleichermaßen stolz auf das Monument. In der Kathedrale selber befinden sich zwei Kapitelsäle. Im Erdgeschoss des imposanten Glockenturms befindet sich übrigens ein Museum. Dieses wurde 1932 eingerichtet. Ein Besuch der Kathedrale kann sich wirklich lohnen. Sie ist heute das Wahrzeichen der Insel und beeindruckt stets nachhaltig und immer wieder. Sowohl von Innen als auch von Außen hat sie ihren ganz eigenen Charme. Vergleichbar ist dies mit den luxuriösen Immobilien auf Mallorca, welche aufwändig saniert, modernisiert und so umgestaltet werden, dass sie keinen exklusiven Wunsch vermissen lassen. Wohnen kann man zwar nicht in der Kathedrale, aber das macht sie nicht minder attraktiv. Die opulente Orgel sowie die Gestaltung im Inneren des Gotteshauses wirken mehr als gewaltig und zeigen, wie viel Leidenschaft in die Entstehung dieser Kathedrale gesteckt wurde.

Bildquellenverweis: © vulcanus – Fotolia.com / URL: https://de.fotolia.com/p/204665432

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